Die Musikwochen von Ascona wurden im Jahre 1946 gegründet dank der Initiative des Asconeser Advokaten Leone Ressiga Vacchini, zusammen mit dem in Ascona wohnenden russischen Komponisten Wladimir Vogel und dem Pianisten Alessandro Chasen.

In den ersten Jahren fand die Veranstaltung im Frühling statt, und die sechs oder sieben Konzerte wurden wŠhrend zehn Tagen meist in einem Tanzsaal abgehalten. Im September 1949, mit der Eršffnung des neuen Schulhauses, wurde der Sitz in dessen Turnhalle verlegt und die Musikwochen vom Frühling auf den Herbst verschoben.

Hier blieben sie für fast zwanzig Jahre, bis 1968, als ein EinverstŠndnis mit der Verwaltung des Collegio Papio und der Kirchgemeinde San Francesco in Locarno es ermšglichte, die Konzerte von da an in diesen beiden schšnen Kirchen abzuhalten.

Die Musikwochen wurden mit der Zeit immer umfangreicher und bedeutungsvoller, und die jeweils 15 bis 16 Konzerte werden jetzt regelmŠssig von Ende August bis Mitte Oktober durchgeführt.

Schon in den ersten Jahren begann sich anzudeuten, was dann das Kennzeichen dieses grossen Ereignisses wurde: anspruchsvolle Musik und berühmte Vortragende. Fast alle grossen InterpretInnen sind mindestens einmal in Ascona gewesen, und viele sind mehrmals zurückgekommen. Dies ist eine weitere Eigenschaft der Musikwochen, die dank der AtmosphŠre und dem begeisterten Publikum die Künstler anregt, nach Ascona zurückzukehren.

Nur schon die Pianisten, die in Ascona wiederholt auftraten, ergeben eine eindrückliche Liste: Wilhelm Backhaus, Gast der ersten Musikwoche im Jahre 1946 und dann noch in den Jahren 1947, 1949 und 1959; Alfred Cortot (1949); Edwin Fischer (1948, 1950); Walter Gieseking (1953, 1955); Clara Haskil (1947, 1956, 1959, 1960); Dinu Lipatti (1948); Arthur Rubinstein (1956, 1957, 1958), Geza Anda (1959, 1961, 1965, 1974): es fehlt keiner der bekanntesten Pianisten der damaligen Zeit.

Das Gleiche gilt für die SolistInnen anderer Instrumente und die Orchesterdirigenten. Nicht zu vergessen sind: Otto Klemperer, Ferenc Fricsay, Carl Schuricht, Hans Knappertsbusch, Sir Thomas Beecham und Ernest Ansermet.

Sehr wichtig war auch schon seit dem Anfang die Mitwirkung des Orchesters der Italienischen Schweiz, das noch heute jedes Jahr mit drei Konzerten anwesend ist. Der Ansatz des Programmes, in dem alle Arten klassischer Musik eingeschlossen sind, ist immer konstant. Es sieht sechs bis sieben Konzerte mit Symphonie-Orchestern, zwei bis drei Konzerte mit Kammerorchestern und sechs bis sieben Rezitals von Solisten und Kleingruppen (Duo, Trio, Quartett) vor.

     
  Programm der XIX Veranstaltung  
     
  Programm der XXVI Veranstaltung  
     
     
     
   
  Nikita Magaloff mit Dino Invernizzi - September 1988  
     
     
   
  Dino Invernizzi mit Claudio Abbado - August 1985  
     
     
 

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